Sie sind ganz hin und weg beim ersten Blick in die Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Bad Emstaler Gesamtschule: Maya Iffland, Merle Jakobi und Leif Keilmann, drei der Fotoreporter der Schule und maßgeblich als Schüler an der Produktion des 200 Seiten starken Druckwerks beteiligt, stehen am Mittwoch vor einem Stapel mit 1000 gerade gelieferten Exemplaren. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Olga Lange, bei der die redaktionellen Fäden für das Werk zusammenliefen, blättern sie im Heft, das es während der Jubiläumsfeier am kommenden Donnerstag für 10 Euro auf dem Schulgelände zu kaufen gibt.
Strahlende Gesichter. Keine Frage, man ist stolz auf die Festschrift, in die jeder so viel Arbeit investiert hat, und die in so kurzer Zeit auf den Punkt fertig geworden ist. „Da ist verhältnismäßig kurz dran gearbeitet worden“, sagt Chefredakteurin Olga Lange, die auch das Layout am Computer erstellte. „Wir hatten Ende des ersten Schulhalbjahres ein Jahrbuch angedacht, aus dem dann die Jubiläumsschrift wurde. Mit Beginn des zweiten Halbjahres, im Februar, haben wir uns an die Arbeit gemacht.“ Es wurde, wie Lange sagt, „ein Riesenprojekt in allerkürzester Zeit“.
Seit 1997 Christine-Brückner-Schule
Herausgekommen ist ein buntes, abwechslungsreiches und informatives Heft, das die Entwicklung der Gesamtschule im Ortsteil Sand von den Anfängen bis heute nachzeichnet. Viele Fotos werden bei den älteren Lesern und früheren Schülern Erinnerungen wecken. Aber auch den aktuellen Stand der Gesamtschule mit Grundstufe, die seit 1997 nach der Schriftstellerin Christine Brückner benannt ist, dokumentiert das Heft. Für die Beiträge haben sich die Autoren – allen voran die jungen Fotoreporter – durch das Archiv der Schule gewühlt, haben alte Fotos und Zeitungsausschnitte gescannt.
Von einigen Schülerinnen und Schülern hatten bereits die Eltern die Emstaler Gesamtschule besucht. Sie steuerten Fotos aus ihrer Schulzeit bei. Maya Ifflands Mutter hatte sogar noch die Exemplare der damaligen Schülerzeitung griffbereit. Für die jüngere Vergangenheit stand das gut bestückte digitale Bildarchiv von Olga Lange zur Verfügung. Die 32 Klassen von Jahrgang 1 bis 10 wurden wiederum von den Fotoreportern für die Festschrift frisch abgelichtet.
Jedes Jahrzehnt beginnt mit einer Chronologie, mit den wichtigsten Ereignissen. Lehrer aus der Anfangszeit kommen zu Wort, dazu gibt es Bilder des Kollegiums, von Einschulungen, vom Schulalltag auch während der Corona-Pandemie, besonderen Aktionen, Veranstaltungen und Fahrten. Auch anhand von HNA-Artikeln wird die Entwicklung der Schule dargestellt.
Seiten mit Karikaturen
Es gibt Seiten mit Karikaturen von Lehrkräften und pointierten Beschreibungen. „Was aus unseren Schülern wurde...“ ist ein Kapitel überschrieben, in dem Ehemalige sich an ihre Schulzeit erinnern. Dazu gibt es ein aktuelles und ein Foto von damals sowie den Hinweis, was die Schüler von einst heute beruflich machen.
Der zweite Teil der Jubiläumsausgabe ist der „Schule heute“ gewidmet. Da wird die Brückner-Schule in all ihren Facetten dargestellt. Aber auch hier wirkt nichts mit Informationen überfrachtet. Dazu trägt unter anderem „Leifs Kolumne“ bei, in der der Zehntklässler Leif Keilmann von ihm gesammelte Anekdoten aus der Schule zum Besten gibt. Ebenfalls sehr unterhaltsam: die Rubrik mit Zitaten, die „ungefiltert aus dem Schülermund gefallen“ sind.
Jubiläumsfeier am Donnerstag
Das Jubiläum wird in Form eines bunten Markttreibens am Donnerstag, 7. Mai, von 15 bis 18 Uhr auf dem Schulgelände gefeiert. Dann ist auch die Festschrift im Angebot, die, da ist sich Olga Lange mit ihren Fotoreportern sicher, für so manches strahlende Gesicht auch bei der Leserschaft sorgen wird.
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