Jugendoffizier an der CBS

KRIEG IN DER UKRAINE: Der Jugendoffizier der Bundeswehr im Austausch mit Zehntklässlern der Christine-Brückner-Schule

Putin greift die Ukraine an. In Europa wird, weniger als 1000 km von uns entfernt, seit langer Zeit wieder Krieg geführt: Eine Situation, die viele Schülerinnen und Schüler beunruhigt.

Da lag es nahe, einen Experten für militärische Fragen, den Jugendoffizier der Bundeswehr, zu einem Gespräch in der Schule zu holen. Volle zwei Stunden hatte die Klasse 10a mit Klassenlehrer Heinz Helge Fach Zeit, sich bei Kapitänleutnant Daniel Meier aktuelle Informationen zu holen und die aktuellen Ereignisse zu diskutieren.

Meier ist seit 2009 Soldat bei der Marine. Er ist auf dem Segelschulschiff Gorch Fock und der Fregatte Lübeck mehrere Jahre zur See gefahren, bevor er seit 2017 als Jugendoffizier eingesetzt ist. Die Schülerinnen und Schüler erstaunte, dass einem jungen Mann Anfang 20 die Steuerung eines großen Kampfschiffes im Wert von 300 Millionen Euro  beim Einsatz im Mittelmeerraum im Rahmen der Standing Nato Maritime Group 2 anvertraut wird. Meier verwies  auf die Stärkung sozialer Kompetenzen hin, wenn junge Leute sich an großen Aufgaben beweisen und dabei schneller als andere erwachsen werden müssen. Dies gilt auch bei Unfällen an Deck, wenn diplomatische Vorgehensweisen zu berücksichtigen sind, um in ausländische Hoheitsgebiete einzulaufen.

Meier erklärte anschaulich die sicherheitspolitischen Ziele Deutschlands, die Aufgaben der Bundeswehr und die Eingliederung in internationale Bündnisse, wie NATO, UN, EU oder OSZE.  Anhand des Vetorechts der ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat wurde deutlich, warum eine gemeinsame Verurteilung Russlands im Ukraine-Konflikt nicht zustande kommt. Meier stellte dar, an welchen Auslandseinsätzen die Bundeswehr beteiligt ist und wie diese demokratisch legitimiert werden.

In der abschließenden Diskussionsrunde stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen zur  aktuellen Krise, zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, zu den psychologischen Folgen eines Kriegseinsatzes und natürlich auch zur Gefahr eines Atomkriegs, sollte Russland NATO-Gebiete angreifen.

 
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