Bundesweiter Vorlesetag

Was ist eigentlich das Besondere am Vorlesen?

Die VorleserInnen haben im besten Fall Freude am Vorlesen und den Lese-Text so gut geübt, dass sie ihn passend betont und verständlich vorlesen können. Die VorleserInnen lesen die unterschiedlichen Rollen so lebendig, dass die ZuhörerInnen in der Lage sind, sich die Figuren gut vorzustellen.

Die VorleserInnen lesen eine witzige Stelle vor, so dass die ZuhörerInnen gut unterhalten werden.

Die ZuhörerInnen lernen im besten Fall ein neues Buch kennen, das ihnen so gut gefällt, dass sie es ebenfalls lesen werden. Die ZuhörerInnen genießen den Lesevortrag und tauchen für eine kurze Zeit in die Geschichte mit ein. Auch bei bekannten Geschichten ist es möglich, durch einen guten Lesevortrag, die Geschichte neu kennen zu lernen. Lange ist es her, dass Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe am Vorlesetag in der Grundschule vorgelesen haben: Im letzten Jahr wurde – virusbedingt - überhaupt nicht vorgelesen. Im Jahr davor bestand noch die Tradition, dass die Lesescouts in den 5. Klassen zum Vorlesen eingeplant wurden und erst in diesem Jahr hat es sich ergeben, dass die aktuellen Lesescouts in den 1. und 2. Klassen zum Vorlesetag erschienen sind. Jette Umbach und Benjamin Kopperschmidt besuchten am Vorlesetag die 2a von Frau Henning und stellten dort eine lustige Lesestelle aus dem Buch ‚Haferhorde. Flausen im Schopf‘ von Suza Kolb vor.

In der 2b (Hr. Löber) und in der 1b (Fr. Frankenfeld) lasen Evelin Bliferniz, Laura Skip und Maya Iffland aus dem Klassiker ‚Eine Woche voller Samstage‘ von Paul Maar vor. Und die 1a (Fr. Clobes) wurde von Viviene Grafschmidt und Liza Lengemann mit einer Lesestelle aus dem Roman ‚Die Legende der Wächter. Die Wanderschaft‘ von Kathryn Lasky unterhalten. In allen Gruppen wurde nicht nur gelesen, sondern auch gemalt und gebastelt, wobei sehr schöne Ergebnisse entstanden sind, die teilweise hier auf der Homepage der CBS zu sehen sind.

Bundesweiter Vorlesetag

Am 19.11.2021 war es soweit. 80 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4

nahmen am Bundesweiten Vorlesetag teil und erlebten gemeinsam mit der Autorin Katja

Stange, die unter dem Pseudonym Marlene Liebschenk schreibt, spannende Abenteuer,

lustige Geschichten und jede Menge schöne Vorlese-Momente. Mit ihrem Engagement

setzte sie, gemeinsam mit der CBS, ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung des Lesens

und Vorlesens. Gespannt, neugierig und mucksmäuschenstill hingen die SchülerInnen an

den Lippen von Frau Stange.

Das absolute Highlight der Schülerinnen und Schüler war jedoch, ein Interview mit einer

echten Autorin führen zu dürfen. Herr Manske, Klassenlehrer der 3a, bereitete seine

Klasse bestens auf den Vorlesetag vor und erarbeitete mit den Schülerinnen und Schülern

sehr interessante Fragen, die die Kinder dann auch wissbegierig, selbstbewusst und

neugierig stellten.

Mara: „Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?“

Autorin: „Ich habe schon immer gern gelesen und mir auch selbst Geschichten

ausgedacht.“

Nora: „Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Geschichten?“

Autorin: „Ganz oft komme ich auf die Ideen bei meinen Spaziergängen mit meinen

Hunden. Dann entdecke ich etwas, zu dem mir eine Geschichte einfällt. Beispielsweise

bin ich eines Tages auf einen Holzpfahl gestoßen, auf dem ein Hut hing. Daraus habe ich

eine Idee entwickelt.“

Lionel: „Muss man dafür sehr kreativ sein, um ein Buch zu schreiben?“

Autorin: „Die Fantasie ist schon wichtig.“

Yuna: „Schreiben Sie den ganzen Tag an Ihren Geschichten?“

Autorin: „Nein, das Schreiben ist ja nur ein Hobby für mich, ich arbeite noch in meinem

bürgerlichen Beruf.“

Magdalena: „Wie lange haben Sie an der Geschichte geschrieben? Wie lange brauchen

Sie für ein Buch?“

Autorin: „Ich schreibe ca. eine halbe Stunde bis eine Stunde pro Tag. Für mein aktuelles

Buch habe ich ca. 3 Jahre gebraucht.“

Lionel: „Ist es sehr anstrengend Bücher zu schreiben?“

Autorin: „Anstrengend ist es nicht, aber man muss sich konzentrieren können.“

Samuel und Raphael: „Wie lange sind Sie schon Autorin? Wann haben Sie begonnen,

Bücher zu schreiben?“

Autorin: „Ich habe schon in meiner Schulzeit damit begonnen. Geschichten habe ich mir

schon mit 13/14 Jahren ausgedacht und aufgeschrieben.“

Ole: „Wie alt sind Sie?“

Autorin: „47 Jahre.“

Ole: „Muss man gut in der Schule sein, um Autorin zu werden?“

Autorin: „Naja, man sollte schon Spaß an der Sprache haben und an Wörtern. Und es ist

immer gut, wenn man in der Schule gut ist.“

Mila: „Wie heißt ihr erstes Buch?“

Autorin: „Tom muss weg! (Kurzkrimi)“

Luis: „Wie kann man ein Buch veröffentlichen?“

Autorin: „Meistens über einen Verlag, dem das Manuskript gefällt.“

Luis: „Wer hatte die Idee für die Bilder?“

Autorin: „Der Verlag.“

Lucy: „Wer hat die Bilder gemalt?“

Autorin: „Die sind zum Teil gekauft, zum Teil von einer Cover-Designerin gestaltet.“

Raphael: „Muss man als Autorin auch gut malen können?“

Autorin: „Nein, das übernehmen meist die Cover-Designer.“

Luisa: „Wie kommt die fertige Geschichte ins Buch?“

Autorin: „Sie wird vom Verlag korrigiert und dann gesetzt, später gedruckt.“

Yuna: „Woher nehmen Sie die Namen für die Personen in Ihren Geschichten?“

Autorin: „Wenn ich schöne Namen höre, schreibe ich mir die auf.“

Raphael: „Wie viel Geld bekommen Sie für ein Buch?“

Autorin: „Bei einer Spendenanthologie werden alle Erlöse gespendet.“

Einstimmig war am Ende der Veranstaltung die Aussage, dass diese Aktion allen

Beteiligten sehr viel Spaß bereitet hat.

Über die Autorin

Marlene Liebschenk ist 1974 im schönen Thüringen geboren, hat drei erwachsene Kinder

und lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in Nordhessen. In ihren Geschichten lässt sie

gern Menschen zu Wort kommen, die mit ihrem Schicksal zu leben gelernt haben. Ihr

erster Roman, in dem eine Mutter sich aus der Beziehung zu einem Psychopathen zu

befreien versucht, steht kurz vor der Veröffentlichung. Eine Geschichte um ein

bretonisches Mädchen, dessen Hilfe bei der Rettung eines alten Bücherladens gebraucht

wird, entsteht gerade. Weitere Ideen nehmen Form an. Marlene Liebschenk fühlt sich in

mehreren Genres zuhause. Einige ihrer Kurzgeschichten sind bereits in Anthologien

erschienen, u. a. in "Und täglich grüßt die Gegenwart", Nordhessischer Autorenpreis e. V.,

2020; "Geschichten unterm Tannenbaum", Telegonos Verlag, 2020; "Geschichten, die du

nie erleben willst", Autoren Sternzeit Gruppe, 2021; Spenden-Anthologie „Wir schreiben

für euch“ zugunsten der Hochwasseropfer, Independent Bookworm Verlag; „Tom muss

weg!“, Kurzkrimi, BoD.

 

 

 

 

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