Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

Exkursion ins Konzentrationslager Buchenwald

Das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar war auch in diesem Schuljahr wieder das Ziel der Klassen 9 und 10 der Christine-Brückner-Schule (CBS,) um Geschichte wirklich zu erfahren. Die 60 Schülerinnen und Schüler wurden von ihren Lehrerinnen und Lehrern Alexander Frey, Bodo Löwenstein, Dr. Kerstin Most und Tanja Paul begleitet. Neben der Besichtigung der Gedenkstätte erfuhren sie im Rahmen einer Führung Einzelheiten zur Geschichte, den Hintergründen und tatsächlichen Begebenheiten im Konzentrationslager. Abgerundet wurden die Eindrücke durch den Besuch der erneuerten Ausstellung im ehemaligen Kammergebäude mit authentischen Fotos, Gegenständen, Zeichnungen, Lebensgeschichten einzelner Insassen und Schriftstücken, die den Schülern die Grausamkeit des NS-Regimes auch multimedial erklärten. Im Kino der Gedenkstätte schaute man einen halbstündigen Dokumentarfilm, in dem Zeitzeugen ihre Erinnerungen wiedergegeben haben. Der Besuch endete an der der großen, rechteckigen Gedenktafel, welche immer auf 37 Grad Körpertemperatur gehalten wird und dadurch die Besucher an die Opfer aus mehr als 50 eingravierten Ländern erinnern soll.

 

„Der Besuch des Konzentrationslager vermittelt den Schülerinnen und Schülern einen umfassenderen und tieferen Eindruck vom Geschehen im 3. Reich als wir im regulären Schulunterricht bieten können“, so Alexander Frey, der diese Veranstaltung bereits seit 8 Jahren organisiert und durchführt. „Es war berührend, beklemmend und doch bin ich dankbar, dass ich dort sein konnte“, sagte eine Schülerin der Klasse 9b. Das intensive Erleben dieses von Unmenschlichkeit geprägten Lagers und des damit verbundenen Gedankenguts ist auch ein Baustein in der Friedensarbeit, die an der CBS großgeschrieben wird und vor dem Hintergrund der globalen Veränderungen besonders wichtig ist.

Auch für die kommenden Jahre ist diese Veranstaltung fest im Schulcurriculum der Schule verankert. 

 

„Ein Freitag den ich nie vergessen werde“

Berichte der Klasse 9 R von ihrem Besuch der Gedenkstätte „Rückblende, wider das Vergessen“ in Volkmarsen am 13.5.2016

 

Ein Treffen der Nationen, das uns im weiteren Leben nicht aus dem Gedächtnis vergehen soll.

Als wir erfahren haben, dass wir  nach Volkmarsen  fahren, war mir nicht klar was mich erwarten wird. Zuerst erzählte Herr Oberst D. Damm über Herrn Klein, der mit Herz und Begeisterung diese einmalige Gedenkstätte aufgebaut hat. Mit dieser freiwilligen Arbeit hat er vielen geholfen, die fliehen mussten, es zu verarbeiten, indem sie anderen Menschen insbesondere Herrn Klein ihre tragische Geschichte erzählt haben. In der Gedenkstädte konnten wir die Geschichte vieler Menschen ansehen. Jeder ist anders damit umgegangen.

Wir sollen uns nicht die Schuld für dieses Vorgehen geben, aber uns bewusst sein, dass dies bei uns geschehen ist nicht lang her.

Jana Müller

 

Als wir den Friedhof sahen, fragte ich mich wo die Grabsteine sind, dem auf Friedhöfen ist dies eigentlich normal. Dann kamen wir an ein großen Stein und darum lauter kleiner viereckige Blöcke aufgestapelt. Als ich gehört habe, dass das die Grabsteine waren habe ich Gänsehaut bekommen, deswegen verdient der Friedhof auch den Namen ,,Platz der gegenseitigen Achtung“.

Auf dem Weg zurück sind wir zu einem Tauchbecken in einem alten Fachwerkhaus. Das im Keller tief eingegraben war. Herr Klein und seine Freunde hatten diese ausgegraben. Gegen 11 Uhr kam Mister Ralph Mollrick wer ist das? Es war ein Zeitzeuge und vor Zeitzeugen muss man Achtung haben. Er erzählte unserer Klasse von seinem harten Leben. Mir kamen echt schon fast die Tränen, als er sagte, dass seine Eltern ihm sagten, sie kommen in drei Monaten wieder und er sah sie nie wieder. Dass solch ein Mann noch lachen kann, finde ich sehr schön. Ich respektiere sie sehr. Auf der Rückfahrt  war ich sehr ruhig, da dieses Thema einfach sehr traurig ist, aber trotzdem war es ein schöner Tag.

FLORIAN ADAMIETZ 

 

Das Museum hatte sieben verschiedene Räume, mit sieben verschiedenen Schwerpunkten. In einem Raum wurde sogar ein verwüstetes Zimmer von der Familie Lichtenstein dargestellt. Die meisten Gegenstände die wir im Museum sahen, sind noch Original.

JANA REMPEL

 

Nachdem unsere Führung vorbei war, machten wir eine Rundtour durch das Museum am Erschreckendsten fand ich, wie die Zimmer einfach verwüstet wurden. Was mir besonders die Sprache verschlagen hat,  war die Lebens- geschichte  von Mister Ralph Mollrick, der als kleiner Junge seine Eltern verlor und unter den Nationalsoziallisten litt. Am meisten gefiel mir, dass Mister Ralph Mollrick diesen Mut und die Kraft zusammen nahm und uns seine Geschichte erzählte deshalb hat er meinen größten Respekt.  

Justin 

 

Danach sind wir wieder  zur Gedenkstätte gelaufen und haben einen Zeitzeugen getroffen, der uns seine Geschichte nur auf Englisch erzählen konnte, da er als kleiner Bub nach England und zur USA geschickt wurde und dort dann sein Deutsch vergessen und Englisch gelernt hat. Um 1938 durften die Kinder ins Ausland gehen, durften aber ihre Eltern nicht mitnehmen. Dies hat auch heute: Ralph Mollrick damals: Wolfgang Möllerich gemacht und das letzte was er von seinen Eltern hörte war:“ In 3 Monaten kommen wir dich holen“  

Samuel Geselle

 

 

Zuerst erzählte er uns wie er auf die Idee kam,ein solches Museum zu errichten und wieso. Nach ca. einer Viertel Stunde gingen wir alle raus und Herr Klein führte uns zu dem alten Jüdischen Friedhof, der jetzt eine Gedenkstätte ist. Über diese erzählte er uns noch einiges. Dieser Platz wird ,,Platz der gegenseitigen Achtung“ genannt. Anschließend führte uns Herr Klein zu einem ausgegrabenen Tauchbecken im Keller eines Hauses in der Altstadt. (ca. 800-900 m. vom Friedhof entfernt.) Nach dem wir alles gesehen hatten und Herr Klein uns alles darüber erklärt hatte machten wir uns auf den Weg zurück zum Museum. Jetzt hatten wir genug Zeit uns die gesamte Ausstellung anzusehen. Nachdem wir so alles uns angesehen haben bekamen wir einen Sondergast. (Mister Ralph Mollrick, ein Jude der während der NS-Zeit nach Großbritannien geflohen ist.)  Trotz dass Herr Mollrick uns alles auf Englisch erzählt hatte, konnte ich fast alles verstehen.              

Dennis Strutwolf

 

Ich finde es toll, dass er nachdem das alles passiert ist nach Deutschland zurückkam. Und seinen Leiden weg beschreibt und so freundlich auftrat, obwohl seine Familie getötet würden ist.    

Jan Schultes