Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

Austauschpartner China

Seit 2009 spielt die Partnerschaft mit der Jiangqiao-Experimental-Middle-School in Schanghai im Schulprogramm der CBS eine wichtige Rolle. Diese Schule entspricht in etwa dem Aufbau in Haupt- und Real- sowie Gymnasialschulzweig - bis zur 10. Schulklasse führend. Nennenswert ist der Umstand, dass die Schule von Shanghai etwa doppelt so groß ist wie die CBS. Der Besuch der Chinesen in Bad Emstal wird im folgenden Jahr durch unsere Schüler in Shanghai erwidert. Dann treffen sich die Gastgeschwister aus dem Vorjahr in der Regel wieder und lernen die Verhältnisse in den Familien kennen.

Die Partnerschaft ist uns u.a. deshalb so wichtig, weil China inzwischen der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands ist. Den Bad Emstaler Schülern soll der direkte Kontakt mit dieser führenden Wirtschaftsmacht bei ihrer Berufsorientierung von Vorteil sein. Darüber hinaus sollen sie in Kontakt treten mit einer völlig fremden Welt, um erste aufregende Schritte in Richtung eines Weltenbürgertums zu machen, das in der globalisierten Welt erforderlich ist. Der persönliche Kontakt und Dialog mit Menschen aus einem Land mit einer von unserer Sicht stark abweichenden Betrachtung der Menschenrechte ist auch Teil unserer Friedensarbeit. Und schließlich ist es uns wichtig, dass die Schüler bei ihren Besuchen in China eine mehr als 5000 Jahre alte Kultur kennen lernen, die im heutigen China allerorten Spuren hinterlassen hat. Dieser Blick in die kulturelle Vergangenheit Chinas steht während der traditionellen Rundreise - mit Besuchen der Städte Hangzhou, Suzhou, Wuxi, Xi‘an und Peking - klar im Vordergrund. Ergänzt wird dies durch den Blick in die Zukunft, der während der ersten Woche des Besuchs von zentraler Bedeutung ist.

Ganz nebenbei lernen die deutschen wie auch die chinesischen Schüler ihre englischen Sprachkenntnisse an zu wenden. Durch das Sprechen auf einem vergleichbaren Lernstand verlieren die Schüler schnell die Angst, etwas „falsch“ zu sagen.

Entsprechend unserer Konzeption sollen Besuch und Gegenbesuch keine touristischen Urlaubsreisen sein: Die gemeinsame Arbeit an einem Projekt ist deshalb ein wichtiger Baustein im Austauschprogramm. Die letzten 2 Jahre haben wir uns auf unterschiedlichste Art mit dem Thema „Brücken“ auseinandergesetzt. Das neue Projektthema für die nächste Austauschrunde 2016/17 wird Kunst und Musik  sein. 

Für die Schule und die Gemeinde Bad Emstal wurden die bisherigen Besuche der Chinesen zu einem schönen Erfolg. Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, begegneten sich. Trotzdem gab es für die Bad Emstaler Gastgeber keinerlei Probleme mit den Gastschülern. Hierzu muss man wissen, dass die chinesischen Schüler sehr anpassungsfähig sind und das deutsche Essen mögen. 

In der Vergangenheit konnten wir jeweils ziemlich große Gruppe von Chinesen in Bad Emstal begrüßen, weil viele Gasteltern bereit waren, chinesischen Schüler für eine Woche lang bei sich aufnehmen. Auch die beiden Bad Emstaler Hotels „Emstaler Höhe“ und „Sander Hof“ sind großzügige Gastgeber, die Lehrer bei sich kostenlos beherbergen.

Dank des Fördervereins der CBS können die chinesischen Gäste mittags kostenfrei in der Cafeteria speisen und auch die Kosten für die weitere Verpflegung an Ausflugstagen werden übernommen.

Während der Besuchswoche in Deutschland bieten wir unseren Gästen ein attraktives Vor- und Nachmittagsprogramm an, das ihnen die Besonderheiten unserer Gemeinde und der Region näher bringen soll. Hier konnten wir in der Vergangenheit auch immer auf die Gasteltern bauen, die den Austausch tatkräftig unterstützt haben. 

Neben dem Kennenlernen der Schule und unserer Kultur sind Schwerpunkttage zu den Themen Sport, Umwelt und Märchen im Programm enthalten. Dabei werden diese Ereignisse natürlich von Zusammenkünften ergänzt, bei denen es uns um den persönlichen und menschlichen Austausch der beteiligten Schüler als Repräsentanten ihrer Schulen und Nationen geht.

Unser Dank gilt abschließend allen, die uns finanziell und mit ihrer Tatkraft unterstützen. Ohne sie wäre dieser Austausch mit unseren chinesischen Freunden nicht möglich.