Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

Unser pädagogisches Leitmotiv

„Wir wollen eine freundliche Lernatmosphäre

und ein friedliches Schulklima.“

 

 

Vorbemerkung:

Die vorliegenden Schulkonventionen verstehen sich überarbeitete Auflage der 2007 veröffentlichten „Erziehungsvereinbarungen“.  Sie sind das Ergebnis eines Kommunikations- und Abstimmungsprozess zwischen Lehrern, Eltern und Schülern

  • über die gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus
  • über die Ziele von Bildung und Erziehung
  • über Pflichten und Rechte von Schülern, Eltern und Lehrern
  • über das pädagogische Profil der Christine-Brückner-Schule

 

 

Unsere pädagogischen Grundüberzeugungen

 

  1. Schule und Elternhaus tragen gleichermaßen Verantwortung für Erziehung und Bildung.
  2. Der Erziehungsauftrag der Schule umfasst die Vermittlung von Werten, Haltungen und Einstellungen.
  3. Bildung und Erziehung sollen in einer humanen Schule stattfinden – in einer freundlichen Lernatmosphäre und in einem friedlichen Schulklima.
  4. Eine freundliche Lernatmosphäre und ein friedliches Schulklima erfordern:
  • verbindliche Vereinbarungen und deutliche Vorgaben,
  • gemeinsame Werte, Haltungen und Einstellungen
    • Akzeptanz und Verständnis
    • Toleranz und Fairness
    • Respekt und Höflichkeit
    • Friedfertigkeit und Hilfsbereitschaft
    • Disziplin und Ordnung
  1. Schüler, Eltern und Lehrer achten die Schulkonventionen und halten sich an Vereinbarungen
  2. Lehrer/innen achten auf die Einhaltung der Schulkonventionen, sie reagieren bei Fehlverhalten und sanktionieren Regelverstöße  
  3. Reaktionen bzw. Sanktionen orientieren sich an folgenden Regeln:
  •  Sie sorgen für Einsicht und Verhaltensänderung
  • Sie erfolgen zeitnah (=Grundsatz der Unmittelbarkeit)
  • Sie werden dem konkreten Fehlverhalten und dem beteiligten Schüler gerecht   (=Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)
  • Sie sind formal und rechtlich korrekt (=Grundsatz des fairen Verfahrens
  • Schüler/innen und Eltern respektieren die Verantwortung der Lehrer/innen im Schulbetrieb

 

Selbstverpflichtung von Schülern Eltern und Lehrern

Unser Umgang mit den Schulkonventionen

 

Erklärung der Eltern

Wir übernehmen die Verantwortung für Erziehung und Bildung unserer Kinder. Wir machen klare Vorgaben, formulieren deutliche Regeln und achten auf deren Einhaltung. Wir sorgen in einem liebevollen Zuhause für gute Lernvoraussetzungen und eine angemessene Lernumgebung. Wir achten auf das Lernmaterial und sorgen für die regelmäßige und pünktliche Teilnahme am Unterricht. Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern fordern und fördern wir unsere Kinder. Wir achten die Schulkonventionen und achten auf die Einhaltung der Vereinbarungen und Vorgaben. Wir respektieren die Gesamtverantwortung der Lehrerinnen und Lehrer für Unterricht, Erziehung, Beratung und Betreuung.

 

 

 

Erklärung des Lehrer

Wir akzeptieren die gemeinsame Verantwortung von Elternhaus und Schule für Bildung und Erziehung. Wir stellen uns der Aufgabe von Unterricht, Erziehung, Beratung und Betreuung

Wir sorgen für eine humane Schule, die allen Begabungen und  allen Schwächen der Schüler gerecht wird. Wir akzeptieren unsere Rolle als Vorbilder. Wir achten die Schulkonventionen und achten auf die Einhaltung der Vereinbarungen und Vorgaben. Wie reagieren bei Verstößen und Fehlverhalten. Wir respektieren das Recht der Schüler auf eine ordnungsgemäße und faire Behandlung bei Fehlverhalten und Verstößen.

 

Erklärung des Schülers bzw. der Schülerin.

Wir akzeptieren die Verantwortung von Elternhaus und Schule für Erziehung und Unterricht. . Wir tragen bei zu einer freundlichen Lernatmosphäre und zu einem friedlichen Schulklima. Wir vermeiden Störungen des Unterrichtsbetriebs und halten uns an Vereinbarungen und Vorgaben. Wir befolgen die Anweisungen von Lehrerinnen und Lehrern.

 

                      

Klassenlehrer/in                Erziehungsberechtigte/r                Schüler/in

 

 

 

 

 

Wir wollen eine freundliche Arbeitsatmosphäre

Gebote

  • Wir sorgen für einen geregelten Unterrichtsbetrieb.
  • Wir vermeiden unnötigen Lärm.
  • Wir erscheinen pünktlich zum Unterricht.
  • Wir nehmen regelmäßig am Unterricht teil.
  • Wir erledigen die gestellten Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft.
  • Wir halten die benötigten Materialien bereit und behandeln sie pfleglich.
  • Wir führen Hefte, Mappen und Terminplaner sorgfältig und regelmäßig.
  • Wir essen und trinken im Unterricht nur mit besonderer Erlaubnis.
  • Wir verlassen den Unterricht nur in dringenden Fällen.

 

Verbote

  • Wir untersagen Unterrichtsstörungen aller Art. 
  • Wir untersagen unentschuldigtes Fehlen und unerlaubtes Entfernen vom Schulgelände.
  • Wir verbieten Schulfremden das Betreten des Schulgeländes ohne ausreichenden Grund.

 

Wir wollen ein friedliches Lernklima

Gebote

  • Wir verhalten uns leise und zuvorkommend.
  • Wir lernen und spielen friedlich und freundlich miteinander.
  • Wir gehen respektvoll und rücksichtvoll miteinander um.
  • Wir lösen Konflikte friedlich.

 

Verbote

  • Wir untersagen verletzenden Umgangston, Schimpfwörter oder Beleidigungen.
  • Wir untersagen provozierende Spiele, Rempeleien und Raufereien. 
  • Wir verbieten
  • diskriminierende Äußerungen, diffamierendes Verhalten und Mobbing.  
  • Wir verbieten aggressiven Auseinandersetzungen und Schlägerein.
  • Das verbieten das Mitbringen von Waffen oder Waffen ähnlichen Gegenständen. 

 

Wir wollen eine gepflegte Schule und ein ordentliches Lernumfeld

Gebote

  • Wir beteiligen uns aktiv an der Pfelege und Sauberhaltung von Haus & Hof.
  • Wir nutzen den Sandplatz nur bei Freigabe.
  • Wir betreten die Schulgebäude nicht mit verdreckten Schuhen.
  • Wir vermeiden Müll und entsorgen anfallenden Müll umweltgerecht.
  • Wir sorgen in den Klassenräumen für Ordnung und Sauberkeit.
  • Wir stellen nach der letzten Stunde die Stühle hoch, machen das Licht aus und schließen Fenster und Türen.
  • Wir schützen und pflegen den Garten, die Beete und Rabatten, die Blumen, Sträucher und Bäume.

 

 Verbote

  • Wir untersagen das Entsorgen von Müll oder Abfällen im Schulgelände. 
  • Wir untersagen das Beschmieren oder Beschmutzen von fremdem Eigentum.
  • Wir verbieten das Zerstören oder Entwenden von fremdem Eigentum.

 

Wir wollen einen störungsfreien Schulalltag

Gebote

  • Wir legen schriftliche Entschuldigungen für Fehltage und Fehlstunden vor.
  • Wir vereinbaren private Termine nur für die unterrichtsfreie Zeit.
  • Wir bringen keine Spielsachen oder Wertgegenstände mit zur Schule.
  • Wir fahren nur mit besonderer Erlaubnis auf dem Schulgelände.

 

Verbote

  • Wir untersagen das Spielen auf dem Sandplatz bei Platzsperre.
  • Wir untersagen den unerlaubten Gebrauch von Spielsachen oder technischen Geräten während des Unterrichts.
  • Wir verbieten das Aufsuchen pornografischer, extremistischer oder Gewalt verherrlichender Internetseiten.
  • Wir verbieten den Konsum von Alkohol, Nikotin und Rausch- oder Betäubungsmitteln. .
  • Wir verbieten den unberechtigten Aufenthalt von Schulfremden auf dem Schulgelände.

 

 Unser Umgang mit Fehlverhalten und Verstößen

gegen die Konventionen 

 

Fehlverhalten von Schülerinnen und Schülern und die entsprechenden Reaktionen bzw. Sanktionen der Schule können nicht in einer endlichen Liste beschrieben werden. Diese würde nicht alle Konfliktfälle des Schulalltags berücksichtigen können und einer pädagogisch sinnvollen Reaktion bzw. Sanktion nicht gerecht werden können. Fehlverhalten und entsprechende Reaktionen bzw. Sanktion müssen in einem andauernden Prozess immer wieder neu bestimmt und verhandelt werden. Reaktionen und Sanktionen auf Fehlverhalten sollen Schülerinnen und Schülern Grenzen setzen, aber auch Einsichten vermitteln und Besserungsmöglichkeiten einräumen. Sie sind auf der Grundlage der pädagogischen Freiheit des Lehrers und vor dem Hintergrund der besonderen Situation des Schülers zu sehen. Dabei darf Schule „nicht willkürlich wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln. Für die Ungleichbehandlung zweier Sachverhalte muss also ein Grund von solcher Art und von solchem Gewicht vorhanden sein, dass er die Ungleichbehandlung rechtfertigen kann.“

 

Reaktionen oder Sanktionen der Schule

 

1. Pädagogische Maßnahmen

Pädagogische Maßnahmen können von jedem Lehrer eigenverantwortlich – im Rahmen seiner pädagogischen Freiheit und vor dem Hintergrund der jeweiligen Situation – ausgesprochen werden. Sie sollen dem Schüler die Einsicht in sein Fehlverhalten ermöglichen und eine Besserung seines Verhaltens bewirken. Für den Schüler sind pädagogische Maßnahmen verpflichtend.

 

Pädagogische Maßnahmen sind u.a.

  • (Gruppen)Gespräche mit Schüler/innen und den Eltern
  • mündliche Missbilligungen
  • schriftliche Missbilligung
  • Aufgaben, aufgrund derer Schüler und Schülerinnen ihr Fehlverhalten erkennen können,

z.B. Reinigung verschmierter Tische, Anpflanzen herausgerissener Blumen im Schulgarten.

  • die Beauftragung mit einer schriftlichen Ausarbeitung (= Sonderseite)
  • die Beauftragung mit einer Sonderaufgabe (= sozialer Dienst oder Ordnungsdienst)
  • die Beauftragung mit dem Nacharbeiten in der Schule (= Nachsitzen)

- bei fehlenden Hausaufgaben oder versäumtem Unterrichtsstoff

- bei Verspätungen oder Fehltagen 

  • Zeitweise Wegnahme störender Gegenstände
  • Verweisung aus dem Unterrichtsraum soweit Aufsicht sichergestellt ist (Trainingsraum)_
  • Regelvereinbarung zwischen Lehrkraft SchülerInnen/Klasse mit entsprechenden Folgen
  • ...

 

 

2. Ordnungsmaßnahmen

Ordnungsmaßnahmen werden von der Klassenkonferenz beantragt und vom Schulleiter bzw. vom Staatlichen Schulamt  ausgesprochen

  • bei schuldhaften bzw. vorsätzlichen Verstößen
    • gegen eine Rechtsnorm, Verwaltungsanordnung,
    • gegen die Schulkonventionen oder eine rechtmäßige Weisung  

 

  • bei bestehender Notwendigkeit des Schutzes von Sachen oder Personen

 

Ordnungsmaßnahmen sind begründet

  • bei einer Beeinträchtigung des Unterrichts
  • bei einer Beeinträchtigung der Erziehung der Mitschülerinnen und Mitschüler
    • bei einer erheblichen Störung des Schul- und Unterrichtsbetriebs
    • bei einem erheblichen Sachschaden 
    • bei einer Gefährdung der Sicherheit von Personen

 

 

Ordnungsmaßnahmen sind:

 

  1. Ausschluss vom Unterricht für den Rest des Schultages
  2. Ausschluss von besonderen Klassen- oder Schulveranstaltungen sowie vom Unte
  3. richt in Wahlfächern und freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen,
  4. Androhung der Zuweisung in eine Parallelklasse oder in eine andere Lerngruppe
  5. Zuweisung in eine Parallelklasse oder in eine andere Lerngruppe,
  6. Androhung der Überweisung in eine andere Schule der gleichen Schulform,
  7. Überweisung in eine andere Schule der gleichen Schulform,
  8. Androhung der Verweisung von der besuchten Schule,
  9. Verweisung von der besuchten Schule.

 

Insbesondere  Zusammenhang mit Ordnungsmaßnahmen müssen folgende Prinzipien beachtet werden:

-          die Verhältnismäßigkeit der Mittel

-          die Unmittelbarkeit der Reaktion

-          die Vergleichbarkeit der Sanktionen

-          die Abgestimmtheit von Reaktionen und Sanktionen

-          das Recht auf Beistand durch eine Vertrauensperson

-          das Anhörungsrecht des Schülers und seiner Erziehungsberechtigten