Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

Unser pädagogisches Leitmotiv

„Wir wollen eine freundliche Lernatmosphäre

und ein friedliches Schulklima.“

 

 

Vorbemerkung:

Die Schulkonventionen wurden 2017 überarbeitet. Sie sind das Ergebnis eines Kommunikations- und Abstimmungsprozess zwischen Lehrern, Eltern und Schülern

  • über die gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus
  • über die Ziele von Bildung und Erziehung
  • über Pflichten und Rechte von Schülern, Eltern und Lehrern
  • über das pädagogische Profil der Christine-Brückner-Schule

 

 

 Unser Umgang mit Fehlverhalten und Verstößen

gegen die Konventionen 

 

Fehlverhalten von Schülerinnen und Schülern und die entsprechenden Reaktionen bzw. Sanktionen der Schule können nicht in einer endlichen Liste beschrieben werden. Diese würde nicht alle Konfliktfälle des Schulalltags berücksichtigen können und einer pädagogisch sinnvollen Reaktion bzw. Sanktion nicht gerecht werden können. Fehlverhalten und entsprechende Reaktionen bzw. Sanktion müssen in einem andauernden Prozess immer wieder neu bestimmt und verhandelt werden. Reaktionen und Sanktionen auf Fehlverhalten sollen Schülerinnen und Schülern Grenzen setzen, aber auch Einsichten vermitteln und Besserungsmöglichkeiten einräumen. Sie sind auf der Grundlage der pädagogischen Freiheit des Lehrers und vor dem Hintergrund der besonderen Situation des Schülers zu sehen. Dabei darf Schule „nicht willkürlich wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln. Für die Ungleichbehandlung zweier Sachverhalte muss also ein Grund von solcher Art und von solchem Gewicht vorhanden sein, dass er die Ungleichbehandlung rechtfertigen kann.“

 

Reaktionen oder Sanktionen der Schule

 

1. Pädagogische Maßnahmen

Pädagogische Maßnahmen können von jedem Lehrer eigenverantwortlich – im Rahmen seiner pädagogischen Freiheit und vor dem Hintergrund der jeweiligen Situation – ausgesprochen werden. Sie sollen dem Schüler die Einsicht in sein Fehlverhalten ermöglichen und eine Besserung seines Verhaltens bewirken. Für den Schüler sind pädagogische Maßnahmen verpflichtend.

 

Pädagogische Maßnahmen sind u.a.

  • (Gruppen)Gespräche mit Schüler/innen und den Eltern
  • mündliche Missbilligungen
  • schriftliche Missbilligung
  • Aufgaben, aufgrund derer Schüler und Schülerinnen ihr Fehlverhalten erkennen können,

z.B. Reinigung verschmierter Tische, Anpflanzen herausgerissener Blumen im Schulgarten.

  • die Beauftragung mit einer schriftlichen Ausarbeitung (= Sonderseite)
  • die Beauftragung mit einer Sonderaufgabe (= sozialer Dienst oder Ordnungsdienst)
  • die Beauftragung mit dem Nacharbeiten in der Schule (= Nachsitzen)

- bei fehlenden Hausaufgaben oder versäumtem Unterrichtsstoff

- bei Verspätungen oder Fehltagen 

  • Zeitweise Wegnahme störender Gegenstände
  • Verweisung aus dem Unterrichtsraum soweit Aufsicht sichergestellt ist (Trainingsraum)_
  • Regelvereinbarung zwischen Lehrkraft SchülerInnen/Klasse mit entsprechenden Folgen
  • ...

 

2. Ordnungsmaßnahmen

Ordnungsmaßnahmen werden von der Klassenkonferenz beantragt und vom Schulleiter bzw. vom Staatlichen Schulamt  ausgesprochen

  • bei schuldhaften bzw. vorsätzlichen Verstößen
    • gegen eine Rechtsnorm, Verwaltungsanordnung,
    • gegen die Schulkonventionen oder eine rechtmäßige Weisung  

 

  • bei bestehender Notwendigkeit des Schutzes von Sachen oder Personen

 

Ordnungsmaßnahmen sind begründet

  • bei einer Beeinträchtigung des Unterrichts
  • bei einer Beeinträchtigung der Erziehung der Mitschülerinnen und Mitschüler
    • bei einer erheblichen Störung des Schul- und Unterrichtsbetriebs
    • bei einem erheblichen Sachschaden 
    • bei einer Gefährdung der Sicherheit von Personen

 

Ordnungsmaßnahmen sind:

  1. Ausschluss vom Unterricht für den Rest des Schultages
  2. Ausschluss von besonderen Klassen- oder Schulveranstaltungen sowie vom Unte
  3. richt in Wahlfächern und freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen,
  4. Androhung der Zuweisung in eine Parallelklasse oder in eine andere Lerngruppe
  5. Zuweisung in eine Parallelklasse oder in eine andere Lerngruppe,
  6. Androhung der Überweisung in eine andere Schule der gleichen Schulform,
  7. Überweisung in eine andere Schule der gleichen Schulform,
  8. Androhung der Verweisung von der besuchten Schule,
  9. Verweisung von der besuchten Schule.

 

Insbesondere im Zusammenhang mit Ordnungsmaßnahmen müssen folgende Prinzipien beachtet werden:

-          die Verhältnismäßigkeit der Mittel

-          die Unmittelbarkeit der Reaktion

-          die Vergleichbarkeit der Sanktionen

-          die Abgestimmtheit von Reaktionen und Sanktionen

-          das Recht auf Beistand durch eine Vertrauensperson

-          das Anhörungsrecht des Schülers und seiner Erziehungsberechtigten