Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

I. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

1.1. Organisation, Einzugsgebiet, Zielgruppe und Schülerzahlen

 

Die Christine-Brückner-Schule ist eine Kooperative Gesamtschule mit Grundstufe – und eine Ganztagsschule im Profil 1. Als eine von nur drei hessischen Schulen bietet die CBS[1] eine 4-jährige Grundstufe, eine Förderstufe mit den Jahrgängen 5 und 6 und ab Jahrgangsstufe 7 verbundene Haupt- und Realschulklassen und einen Gymnasialzweig (G9[2]). Am Ende der Sekundarstufe können die Schüler einen Hauptschulabschluss, die Mittlere Reife oder die Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe erwerben.

Die Schule hat im Schuljahr 2013-2014 insgesamt 440 Schüler/innen – von denen 110 die Grundschule und 330 die Mittelstufe besuchen.

Das Einzugsgebiet der Grundstufe umfasst die Kerngemeinde Bad Emstal / Sand mit den Ortsteilen Merxhausen und Riede.

Im Einzugsgebiet der Mittelstufe  liegen:

  • der Schulstandort Bad Emstal / Sand und der Ortsteil Balhorn   
  • die Nachbargemeinde Schauenburg (mit den Ortsteilen Elgershausen, Hoof, Breitenbach, Martinhagen und Elmshagen)
  • und die Stadt Naumburg (mit ihren Randgemeinden Altenstädt, Altendorf, Elbenberg und Heimarshausen)

 

Das Einzugsgebiet im südlichen Landkreis Kassel ist geprägt durch eine besondere Schullandschaft mit hoher Schuldichte. Im Einzugsgebiert der CBS konkurrieren mehrere Schulstandorte:

  • Wolfhagen  (15 km) = eine der größten Gesamtschulen Hessens
  • Baunatal (9 km) = eine Integrierte Gesamtschule und eine Kooperative Gesamtschule,
  • Fritzlar (20 km) = ein traditionelles Gymnasium und eine (katholische) Gesamtschule mit Oberstufe.

 

Wegen der starken Konkurrenz waren Schülerstruktur und Schülerzahl der CBS in der Vergangenheit immer erheblichen Schwankungen unterworfen, denn bei der Schulwahl der Eltern (und ihrer Kinder) konnten kommunalpolitische Entwicklungen, traditionelle Entscheidungsmuster und vorgegebene Schulverbünde eine wichtige Rolle spielen:

  • Leistungsstarke Schüler wählten aus Prestigegründen bevorzugt das König-Heinrich-Gymnasium in Fritzlar.
  • Schüler aus dem katholischen Naumburg favorisierten das (Ganztags)Angebot der (katholischen) Ursulinenschule in Fritzlar.
  • Schüler der Grundschulen der Gemeinden Breitenbach, Hoof und Elgershausen verblieben oft im Schulverbund mit der Erich-Kästner-Schule bzw. der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal

 

Rückblick (2011 – 2013)

In den vergangenen Jahren wurden mit Unterstützung des Schulträgers und des Staatlichen Schulamtes verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Attraktivität der Christine-Brückner-Schule im Einzugsgebiet zu erhöhen:

  • Gebäude und Außenanlagen wurden aktuellen Ansprüchen angepasst, u.a. durch eine grundlegende Sanierung und Modernisierung.  
  • Das Image wurde verbessert, u.a. durch neue Kooperationsformen mit den benachbarten Grundschulen.
  • Das pädagogische Konzept wurde verbessert, u.a. durch die Einführung von Schulkonventionen und einem umfassenden Förderkonzept.
  • Die Organisationsstruktur wurde verändert, u.a. durch die Einführung des Gymnasialzweiges (G9) und verbundener Haupt- und Realschulklassen.
  • Das Ganztagsprogramm wurde erweitert, u.a. durch das Angebot gemäß Profil 1.

 

Ausblick (2014 – 2016)

Kurz- bzw. mittelfristig sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Das Arbeitsklima wird weiter verbessert, u.a. durch die Erweiterung der Teamstrukturen und den Ausbau der Lehrerkooperation.
  • Das pädagogische Profil wird weiter geschärft, u.a. durch die Umsetzung des Förderkonzeptes und die Ausweitung des Förderangebotes.  
  • Die Unterrichtsqualität wird verbessert, u.a. durch die Umsetzung von Eigenverantwortlichem Lernen (EVA[3]) bzw. Selbstorganisiertem Lernen (SOL[4]).

 

 

1.2. Gebäude, Räume, Infrastruktur und Außenanlagen

 

Nach einer grundlegenden Sanierung verfügt die CBS über weitläufige Außenanlagen mit Sportplätzen und Spielgeräten, über moderne Gebäude mit zeitgemäßer Technik und Infrastruktur sowie über eine pädagogisch sinnvolle Ausstattung.

Im Einzelnen hat die Schule:

  • ein Gebäude für Grundstufe, Vorschule und Betreuung  
  • ein Gebäude für die Förderstufe
  • ein Gebäude für die Schul- und Gemeindebücherei
  • ein Hauptgebäude für die Jahrgangsstufen 7 – 10, mit den Fachräumen für die Naturwissenschaften sowie Arbeitslehre, Musik und Bildende Kunst, mit den Räumen der Schulleitung und Verwaltung, mit einer Aula, einer Ausbildungsküche sowie einer Catering-Küche mit Mensa 
  • drei  moderne PC-Räume mit White-Boards
  • eine 3-Felder-Sporthalle
  • einen Aschenplatz, ein Mini-Fußballfeld und ein Basketball-Feld
  • einen Kinderspielplatz
  • einen Schulgarten und einen Schulwald.

 

Rückblick (2011 – 2013)

  • Die Klassenräume im Pavillon wurden – als Teil eines pädagogischen Konzepts  - jeweils zu Beginn des 5. Schuljahrs von Schülern, Eltern und Lehrern in Eigenleistung renoviert.
  • Ein Raum des Pavillons wurde zum separaten Arbeitsraum umgestaltet.
  • Ein Konferenzraum mit PC-Arbeitsplätzen wurde eingerichtet.
  • Ein SV-Raum wurde eingerichtet.
  • Die Aula wurde mit einer Multi-Media-Anlage ausgestattet.
  • Die Pflege der Außenanlagen wurde in die Verantwortung der Klassen gelegt.

 

Ausblick (2014 -2016)

Folgende Änderungen bzw. Erweiterungen sind in Planung:

  • Die Sporthalle wird saniert und modernisiert
  • Ein Ruhe- und Entspannungsraum für Lehrer wird eingerichtet.

 

 

1.3. Personelle Ressourcen: Kollegium

 

Personalentwicklung ist im Rahmen gewachsener Selbständigkeit von Schule zu einem wichtigen Baustein von Schulentwicklung und die Rekrutierung geeigneter und befähigter und zum Schulprofil passender Kollegen zu einer zentralen Aufgabe für Schulleitung geworden. Eine langfristige, systematische Personalplanung ist aber nur bedingt möglich, da kurzfristige Veränderungen  - infolge Krankheit, Elternzeit, Versetzungen, Pensionierungen etc. - immer auch kurzfristige Lösungen  erfordern.

Der Unterrichtseinsatz der Kolleginnen und Kollegen, die Auswahl von Bewerbern um einen Lehrauftrag, eine Einstellung in den Schuldienst oder um eine Funktionsstelle sind regelmäßig Thema

 

Rückblick (2011 - 2013)

Eine problematische Personalentwicklung im Schuljahr 2013 - 2014 führte zu vorübergehenden Engpässen in der Unterrichtsabdeckung, zu unvermeidbaren Lehrerwechseln und zu einer Häufung von Vertretungsanlässen – insbesondere in den Fächern Französisch und Deutsch.

  • Aus verschiedenen Gründen mussten kurzfristig mehrere (Fest)Einstellungen vorgenommen werden.
  • Wegen längerfristiger Erkrankungen bzw. Beurlaubungen mussten mehrere Lehraufträge vorübergehend vergeben werden.
  • Wegen kurzfristiger Erkrankungen mussten vermehrt VSS[5]-Kräfte eingesetzt werden.

 

Ausblick (2014 – 2016)

Im Planungszeitraum stehen folgende Aufgaben an:

  • Personalentwicklung soll den Gesichtspunkt „Männer-Mangel“ stärker berücksichtigen.
  • Als Ersatz für absehbare Pensionierungen bzw. anstehende Versetzungen müssen geeignete Kollegen ausgewählt und eingestellt werden.
  • Als Ersatz für Ausfälle bei längeren Fehlzeiten müssen Lehraufträge vergeben werden.
  • Weitere Kräfte für den VSS-Pool müssen geworben werden.

 

1.4. Personelle Ressourcen: Weitere Mitarbeiter

 

Neben den Lehrerinnen und Lehrern gehören zur personellen Ausstattung der Schule

die Bediensteten des Schulträgers, das sind

  • zwei Hausmeister, eine Sekretärin,
  • 10 Reinigungskräfte, 4 Servicekräfte in der Cafeteria,
  • 2 Betreuungskräfte in der Grundstufe und eine Betreuungskraft in der Bücherei.

 

Weitere Mitarbeiter sind:

  • eine Schulsozialarbeiterin,
  • eine Beraterin der Agentur für Arbeit,
  • ein Berufseinstiegsbegleiter,
  • zwei Kollegen / Kolleginnen des Beratungs- und Förderzentrums in Wolfhagen.

 

Auf der Basis von Honorarverträgen machen 12 Mitarbeiter Angebote im Rahmen des Ganztagsprogramms. 10 ehrenamtlichen Lesepaten arbeiten in der Grundstufe an der Erweiterung der Lesekompetenz.

 

Rückblick (2011-2013)

Folgende Änderungen in der Personalstruktur mussten kompensiert werden:

  • Wechsel der BFZ[6]-Kollegen
  • Mehrfacher Wechsel der Berufseinstiegbegleitung
  • Wechsel der Berufsberaterin

 

Ausblick (2014 – 2016)

  • Der BFZ-Berater muss für ein Jahr ersetzt werden
  • Der Berufseinstiegsbegleiter soll intensiver in das Kollegium integriert werden.

 

 

1.5. Personelle Ressourcen: Schulleitung

 

Zum Schulleitungsteam gehören der Schulleiter, der Stellvertretende Schulleiter, drei Schulstufenleiter und der Ganztagsbeauftragte. Personelle Entwicklungen in der Schulleitung werden im Team besprochen und abgestimmt. Erforderliche Entscheidungen werden auf der Grundlage eines gemeinsamen „Bewertungsrasters“ und im Rahmen eines offenen Abstimmungsprozesses getroffen … und mit dem Personalrat abgestimmt.

 

Rückblick (2011 - 2013)

  • Die Funktionsstelle „Leitung des Gymnasialzweiges“ wurde besetzt.
  • Die Funktionsstelle „Leitung der Förderstufe und des H-Zweiges“ wurde besetzt.
  • Mehrere Kolleginnen wurden mit der Wahrnehmung von Schulleitungsaufgaben für die Grundstufe beauftragt. 

 

Ausblick (2014 – 2016)

  • Die Funktionsstelle „Leitung der Grundstufe“ wird besetzt
  • Auf der Grundlage von Zielvereinbarungsgesprächen werden weitere an Schulverwaltung und Schulleitung interessierte Kolleginnen und Kollegen identifiziert und in die Arbeit eingebunden.

 

 

 

 

 

 

[1] CBS = Christine-Brückner-Schule

[2] G9 = Gymnasialzweig bis Klasse 10

[3] EVA = Eigenverantwortliches Arbeiten

[4] SOL = Selbstorganisiertes Lernen

[5] VSS = Verordnung Verlässliche Schulzeit

[6] BFZ = Beratungs- und Förderzentrum