Christine-Brückner-Schule
Christine-Brückner-Schule

Die Ausstellung zu Flucht und Vertreibung

In der Zeit vom 16. bis 23. Mai 2017 wird in der Christine-Brückner-Schule die Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge „Geflohen – vertrieben – angekommen!? – Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ - gezeigt.

Flucht und Vertreibung hat seit dem Jahr 2015 eine enorme Aktualität erfahren, die noch vor wenigen Jahren nicht vorstellbar gewesen wäre. Flüchtlinge und Vertriebene aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, aber auch aus Afrika und Südosteuropa suchten und suchen bei uns Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven. Die Bilder in den Medien erinnern an die Trecks der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg: Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen mussten und oft nicht mehr besaßen, als sie am Leibe trugen. Viele von ihnen hatten ihre Angehörigen verloren oder waren von den Kriegsereignissen traumatisiert. Die Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen?!“ lässt sich von den Fragestellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten, wobei die historisch-politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen abbilden.

 

Der Ehrenvorsitzende des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Oberst a.D. Jürgen Damm, bietet für Gruppen und Einzelpersonen zu folgenden Zeiten Führungen an:

  • Dienstag, 16. Mai 2017, 15.30 – 16.30 Uhr
  • Dienstag , 16. Mai 2017, 17.00 – 18.00 Uhr
  • Mittwoch,  17. Mai 2017, 17.00 – 18.00 Uhr
  • Mittwoch, 17. Mai 2017, 18.30 – 19.30Uhr
  • Samstag, 20. Mai 2017, 10.00 – 16.00 Uhr ist die Ausstellung durchgehend geöffnet
  • Montag, 22.Mai 2017, 19.30 – 20.30 Uhr

 

Herr Damm bittet, dass sich Gruppen (bis zu 15 Personen) anmelden über Mail: juedamm@freenet.de . Einzelpersonen können zu den angegeben Zeiten in die Ausstellung kommen.

 

Ausstellung "Wir öffnen Fenster und Türen"

(Bad Emstal, September 2010) Die Ausstellung "Wir öffnen Fenster und Türen" ist eine Photo- und Textdokumentation über traditionelle zum Teil vom Aussterben bedrohte Handwerkerberuf in Bad Emstal und den Nachbargemeinden.

Die 15 Bilder der Ausstellung sind das Produkt einer Unterrichtseinheit im Fach Arbeitslehre im Jahrgang 8 des Gymnasialzweigs der Christine-Brückner-Schule: Im Oktober 2009 begannen Schülerinnen und Schüler der G8 Nachforschuungen über Berufe ihrer Großeltern anzustellen. Bei ihren Recherchen fanden die Schüler heraus, dass einige Handwerksberufe bereits in der dritten oder vierten Generation in der Familie ausgeübt wurden ... aber offensichtlich keine weitere Nachfolger fanden.

Im gemeinsamen Unterricht arbeiteten wir heraus, dass altehrwürdige Handwerksberufe, wie z.B. der Schmied, der Stellmacher, der Zimmermann, der Schuster, als Folge des gesellschaftlichen Wandels, technischer  Veränderungen und industrieller Produktion völlig an Bedeutung verloren hatten und den jungen Menschen im 21. Jahrhundert kaum Zukunftspersektiven boten.

Um das überlieferte Wissen und handwerkliche Können der "alten Handwerker" nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, machten wir es uns zur Aufgabe, dieses in einer Photo-Text-Dokumentation der Nachwelt zu erhalten.

Die Schüler/innen der G9 zeichneten die Lebensläufe der Handwerker und die Entwicklungsgeschichte ihres Handwerks auf, während ich als verantwortlicher Lehrer die Interviewten fotografierte.

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Projekts leistete der Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal. Dessen Vorsitzender Hartwin Neumann und zahlreiche Vereinsmitglieder standen uns immer wieder mit ihrem Erfahrungs- und Wissensschatz zur Verfügung. Durch diese Zusammenarbeit waren wir in der Lage, ein breiteres Spektrum der örtlichen Handwerkerschaft abbilden zu können. Von den Vereinsmitgliedern bekamen wir wertvolle grundlegende aber auch konkrete Informationen über die uns interessierenden Berufe: Wir bekamen Ansprechpartner, Namen, Telefonnummern, Adressen ... und auch Gesprächstermine vermittelt.

Parallel dazu besuchten wir die vom Kultur- und Geschichtsverein veranstalteten "Erzählcafes" im Klostermuseum in Merxhausen, bei denen Menschen von ihrem Leben erzählten und aus ihrem Berufsleben berichteten. Unter anderem traten dort auf ein Schneidermeister und ein Zimmermann.

Bei der Wahl des Mottos der Ausstellung orientierten wir uns an einem Partnerschaftsprojekt der CBS mit einer Schule in Shanghai: "Wir öffnen Fenster und Türen" soll symbolisch den Anspruch unserer Schule ausdrücken, den Blickwinkel unserer Schuler zu öffnen - für Fremdes, für Neues ... aber eben auch für Altes.

Konsequenterweise präsentierten wir die Handwerksleute in der geöffneten Haustür oder am offenen Fenster. Das Fazit am Ende des Projektes ist überaus positiv: Wir alle sind stolz auf eine sehr gelungene Ausstellung, wir haben wichtige Unterrichtsinhalte auf eine für alle Beteiligte spannende Art und Weise erarbeitet und unsere Schüler/innen haben in der Beschäftigung mit den alten Handwerksberufen und dem zum Teil betagten Repräsentatnten dieser Berufe wichtige Einsichten und Einblicke für ihr weiteres Leben gewonnen.

 

 Ulf Jung-Kleyer, Arbeitslehre-Lehrer

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